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Gedichte, Gebete, Musik bei der "Nacht der Stille"

Die hektische Vorweihnachtszeit für einen kurzen Zeitraum vergessen
(Den Originalartikel finden Sie hier)
Die kfd Ilvesheim hatte zur "Nacht der Stille" in die katholische Kirche St. Peter die Bürger eingeladen. Sinn und Ziel der Veranstaltung war es, die hektische Vorweihnachtszeit für einen kurzen Zeitraum zu vergessen, seiner Seele bei Momenten der Stille, der Musik und dem Vorlesen von Texten eine kleine Auszeit zu gönnen. Loslassen von den Sorgen des Alltags, ein Atemholen inmitten der Hast und des rasanten Tempos dieser Zeit, das innere Gleichgewicht ein Stück weit ins rechte Lot rücken. Von 20 bis 23 Uhr war die Kirche geöffnet. Während dieses Zeitraums konnte der Besucher nach seinem eigenen Belieben freikommen und gehen, ganz wie es ihm oder ihr selbst gefiel.

Leitthema des Abends

Auch wenn das Leitthema des Abends die Stille war, nahm sie nur einen Teil der Zeit für sich in Anspruch. Immer wieder wurde diese besondere Stille auch unterbrochen, um durch Gedichte oder Gebete spirituelle Impulse zu geben. Diese sollten Einladung und Anregung für die Teilnehmer sein, die Gedanken aus alten Wirrungen wegzulotsen und in neue Richtungen wandern zu lassen, tief in sich hineinzuhorchen, sich über sein Leben, seine Verpflichtungen, seinen Alltagstrott klarer zu werden oder Sehnsüchte zuzulassen.

Anni Wawra, Diethild Frank und Birgit Stadelmann-Kratzer führten gemeinsam durchs Programm und damit auch durch die Zeit der Stille. Jede volle Stunde begann mit einem von einer Klangschale angekündigten Magnificat, dafür wurden die Besucher zur Versammlung am Tabernakel oder in den vorderen Bankreihen eingeladen. Begonnen wurde mit dem Magnificat aus der Einheitsübersetzung: "Da sagte Maria: Meine Seele preist die Größe des Herrn und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter". Die entsprechenden Texte wurden jedes Mal ausgeteilt, so dass man die gehörten Worte, die teils kritisch, teils auffordernd waren, noch einmal in aller Ruhe nachlesen und anschließend für sich selbst überdenken konnte. Musikeinlagen wie Laudate omnes gentes, Bless the Lord und einige mehr, die auf fröhliche und meditative Art gleichwohl ausgewogen präsentiert wurden, schufen eine Aura des Friedens und des Wohlbefindens, besonders die Gitarrenversion von Laudate omnes gentes, vorgetragen von Birgit Stadelmann-Kratzer, fand großen Anklang.

Erste Veranstaltung

Der Andrang war nicht ganz so groß wie erhofft, aber das war wohl zum Großteil auch dem schlechten Wetter geschuldet, denn ausgerechnet kurz vor 20 Uhr hatte ein heftiger Regen die Inselgemeinde heimgesucht. Trotzdem war man mit der ersten Veranstaltung dieser Art sehr zufrieden. Nicht nur Ilvesheimer und Ilvesheimerinnen waren erschienen, die Zeit der Stille in St. Peter zu suchen.

Ortsübergreifend hatten auch einige Besucher aus den Nachbargemeinden den Weg in die friedliche Atmosphäre der kerzendurchflluteten Kirche gefunden. Das Fazit einer Besucherin: "Ich bin froh, hier gewesen zu sein. Es war ganz erstaunlich zu spüren, wie sich meine anfänglich eher wirren Gedanken langsam ordneten, sich fanden und ich auf einmal einfach Frieden in mir fühlte. Der wunderbaren Musik hätte ich noch Stunden zuhören können."

Von unserer Mitarbeiterin Monika Kohl, © Mannheimer Morgen, Dienstag, 23.12.2014

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