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Bericht Ökumenisches Herbstfest 2017

(Den Originalartikel finden Sie hier)
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"Ein Abend bei Familie Luther"
war das Thema des ökumenischen Herbstfestes der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden. Seit über zehn Jahren erfreut sich die Veranstaltung großer Beliebtheit. Über 80 Ilvesheimer waren der Einladung der katholischen Frauengemeinschaft und des evangelischen Frauenkreises gefolgt. In dem herbstlich geschmückten katholischen Gemeindehaus fand jeder Gast einen gebackenen "Lutherkeks" vor. Anni Wawra begrüßte die Gäste, unter ihnen Pfarrerin Eva Weiser und Pfarrer Dr. Veit Rutkowski und stellte das ökumenische Team vor. Wawra kann sich auf Doris Hartmann, Christiane Höhnle, Hildegund Wagner und Doris Wieder verlassen, die sich auch um Programmpunkte kümmern.
Die gemeinsam gesungenen Lieder wie "Der Herbst ist da" und "Es waren zwei Königskinder" wurden von Birgit Stadelmann-Kratzer mit der Gitarre begleitet. Christiane Höhnle informierte darüber, dass Luther eine Menge über Bier wusste, ein geselliger Mensch war und mit seinen Zitaten und seinem Wortschatz zum Essen und Trinken den deutschen Sprachschatz bis heute reichhaltig beschenkte. Weiter berichtete Höhnle über Katharina von Bora, Luthers Frau, die als Nonne das Brauen gelernt hatte. "Herr Käthe" nannte Luther seine Frau Katharina, die einem großen Haushalt vorstand, Gärten und Felder bewirtschaftete und letztlich für den Wohlstand der Familie in Wittenberg sorgte.

Alltag geschildert

Im Hause Luther versammelte sich nicht nur die Familie um den Tisch, sondern auch Freunde, Studenten und Reisende, setzte Anni Wawra die Zuhörer in Kenntnis. Die Stimmung am Tisch bei Luther war gelöst, man unterhielt sich und die Themen waren vielfältig. Im Anschluss an den Vortrag von Anni Wawra folgte ein schmackhaftes Abendessen, zubereitet von Küchenchefin Gertraud Dieter und Sieglinde Dreher. Hildegund Wagner widmete sich den Sprichwörtern und Lebensweisheiten von Martin Luther, an die er sich jedoch nicht immer hielt. Sie schilderte auch den Alltag.
Luther hatte sechs eigene Kinder und nahm im Laufe der Jahre elf weitere Kinder auf. Er war ungewöhnlich offenherzig und ließ Mitmenschen am Familienleben und der Kindererziehung teilhaben. Bewusst war er sich auch, dass seine Frau die Einnahmen erzielte. Pfarrer Dr. Veit Rutkowski informierte zunächst über den Bauernkrieg und über Luthers Position, der anfangs die Problematik der Bauern verstand. Er schilderte auch die Beweggründe von Luther, sich später auf die Seite der Obrigkeit zu stellen. Weiterhin sprach Rutkowski über die Heirat und Ehe von Luther mit Katharina.

Quiz mit zehn Fragen

Doris Wieder hatte ein anspruchsvolles Luther-Quiz mit zehn Fragen zusammengestellt. Sechs Besucher beantworteten alle Fragen richtig und so erfolgten Stichfragen. Der 1. Preis "Luther-Nudeln" ging an Waldtraud Kugler, der 2. Preis an Annemarie Böhl und den 3. Preis erhielt Hildegard Hartmann. Von Anni Wawra gab es ausführliche Informationen zur Lutherrose. Sie sei ein Symbol für die evangelisch-lutherische Kirche und diente dem Reformator Martin Luther als Siegel für seine Briefe. Doris Wieder klärte auf, dass die Bescherung zu Weihnachten auf Luther zurückgehe.
Mit dem Hinweis aus der Feder von Martin Luther stamme das Lied "Vom Himmel hoch", beendete sie ihre Ausführungen. Doris Hartmann betonte in ihren Schlussworten die Gemeinsamkeiten und die gute Zusammenarbeit der beiden Kirchengemeinden. fase

© Mannheimer Morgen, Dienstag, 17.10.2017, fase

 

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